Das große Uhren Online Lexikon

Gebrauch und Eigenschaften von Uhren

Ihre Uhr ist ein Meisterwerk der Elektronik und Feinmechanik von hoher Präzision.

Sie soll Ihnen lange die richtige Zeit anzeigen.

Bitte beachten Sie, dass Gewährleistungsansprüche bei unsachgemäßem Gebrauch, bei Fremdeingriffen, nicht fachgerechtem Batterieersatz und Glasbruch erlöschen.

Legen Sie bei Garantiefällen bitte die Kaufquittung und den separaten Garantieschein vor.

Handhabungshinweise für Ihre Uhr:

  • DA BEI MECHANISCHEN UHREN DIE DATUMSVERSTELLUNG ZWISCHEN 23.00 UHR UND
    4.00 UHR MORGENS ERFOLGT, WOLLEN SIE BITTE DAS DATUM NIEMALS ZWISCHEN
    DIESER UHRZEIT VERSTELLEN, DA SIE ANSONSTEN IN DAS RÄDERWERK EINGREIFEN UND
    BESCHÄDIGUNGEN ENTSTEHEN KÖNNEN. BITTE NEHMEN SIE SÄMTLICHE WERKVERSTELLUNGEN NUR AUßERHALB DER GENANNTEN ZEITSPANNE VOR.
    Die Funktionsweise einer Automatik-Uhr ist die, dass sich durch die Bewegung eines
    Rotors unterhalb des Uhrwerkes, das Federwerk aufzieht.Bitte beachten Sie, dass die Angabe der Wasserdichtigkeit für den Neuzustand der Uhr gilt und keine bleibende Eigenschaft ist. Vermeiden Sie deshalb übermäßigen Kontakt mit Wasser.
    Die Ganggenauigkeit einer (mechanischen) Automatik-Uhr ist naturgemäß nicht mit der
    einer Quarzuhr vergleichbar. Geringe Grammabweichungen +/- sind, gerade bei Temperaturunterschieden,normal.

  • Schützen Sie Ihre Uhr vor Stoß, Magnetfeldern, starker Hitze, Wasser und Chemikalien sowie vor mechanischem Abrieb. Zum Schlafen sollten Uhren grundsätzlich abgelegt werden.

  • Wasserdichtigkeit nach DIN ist ein Konstruktionsmerkmal, das durch Stoß, Temperaturschwankungen sowie durch den Einfluss von Fetten und Säuren infrage gestellt werden kann. Eine Uhr, die zum Schwimmen und Tauchen verwendet wird, sollte in der übrigen Zeit besonders pfleglich behandelt und gelagert werden und jährlich vom Fachgeschäft auf Wasserdichtigkeit überprüft werden.
  • Die Batteriehaltbarkeit ist u.a. abhängig von der Konstruktion des Werkes. Bleibt eine batteriebetriebene Uhr stehen oder wird das Nachlassen der Batteriespannung angezeigt, sollte sie unverzüglich zum Fachgeschäft gebracht werden, damit die leere Batterie weder in der Uhr noch in der Umwelt Schaden anrichtet.
  • Der Batteriewechsel sollte regelmäßig im Abstand von 1-1 ½ Jahren im Fachgeschäft durchgeführt werden, das auch gegebenenfalls den Stromverbrauch und den Zustand der Dichtungen überprüft und diese, wenn nötig, erneuert.
  • Bei Kondenswasserbildung (Nebel unter dem Glas) muss die Uhr unverzüglich ins Fachgeschäft gebracht werden, damit die Feuchtigkeit keinen Schaden anrichtet.
  • Die Krone sollte beim Tragen immer eingedrückt oder festgeschraubt sein.
  • Das Lederband Ihrer Uhr ist ein Verschleißteil und als Naturprodukt besonders gefährdet vor allem durch Feuchtigkeit, Schweiß, Chemikalien und Abrieb; es hat deshalb nur eine begrenzte Haltbarkeit und sollte (auch aus hygienischen Gründen) je nach Tragegewohnheit alle 6-12 Monate erneuert werden. Beim Wechsel sollten auch die Haltestifte (Federstege) überprüft und ggf. ausgetauscht werden.
  • Darüber hinaus sind die individuellen Gebrauchsanweisungen des Herstellers zu beachten.

Allgemeine Hinweise für Wasserdichtigkeit DIN 8310

Wasserdichtigkeit ist keine bleibende Eigenschaft; sie sollte jährlich und insbesondere vor besonderen Belastungen überprüft werden, da die eingebauten Dichtelemente in ihrer Funktion und im täglichen Gebrauch nachlassen.

Kennzeichnung
Gebrauchshinweise
Waschen
Duschen
Baden
Schwimmen
Tauchen
Gehäuseboden
Zifferblatt
Waschen, Regen, Spritzer
Duschen
Baden
Schwimmen
Tauchen ohne Ausrüstung
nein
nein
nein
nein
nein
nein
nein
wasserresistent 3 bar
nein
ja
nein
nein
nein
nein
wasserresistent 5 bar
50 m
ja
nein
ja
nein
nein
wasserresitent 10 bar
100 m
ja
ja
ja
ja
nein
wasserresistent 20 bar
200 m
ja
ja
ja
ja
ja
  • Uhrgehäuse sind passgenau aus mehreren Materialien zusammengesetzt, die bei Temperaturschwankungen unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben können.
  • Um die Wasserdichtigkeit für bestimmte Anforderungen dennoch zu gewährleisten, gibt es spezielle Konstruktionen mit eingearbeiteten Dichtungen. Diese unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Sie werden u.a. von Schweiß und Säuren angegriffen.
  • DIN 8310 regelt Kriterien für Konstruktion und Prüfdrücke, die neue Uhren aushalten müssen. Die Widerstandsfähigkeit wird in bar angegeben und auf dem Gehäuseboden vermerkt.
  • Als "wassergeschützt" ("water-resistant") werden Uhrgehäuse bezeichnet, die widerstandsfähig sind gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen u.s.w.. Sie müssen, in Wasser eingetaucht, über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1 m ohne Eindringen von Wasser überstehen. Diese Uhren sind für den normalen täglichen Gebrauch bestimmt und dürfen nicht unter Bedingungen verwendet werden, bei denen Wasserdruck und Temperaturen erheblich variieren.
  • Bei der zusätzlichen Angabe eines Drucks wie z.B. "3 bar" sind die Prüfbedingungen verschärft. Die Druckangabe "3 bar" darf nicht verwechselt werden mit der Tauchtiefe, sondern ist die Definition des Prüfdrucks. Ein Prüfdruck von "3bar" wird in 30 m Wassertiefe erreicht.
  • Beim Schwimmen und beim Sprung ins Wasser kann kurzfristig durchaus ein größerer Druck auf die Dichtelemente entstehen als der garantierte Prüfdruck. Besonders gefährdet sind die Uhren, wenn man nach längerem Sonnenbaden ins Wasser springt, weil sich der Aufschlagdruck mit dem Unterdruck durch die Abkühlung addiert, was leichter zu Schäden führen kann.
  • Beim Batteriewechsel ist es wichtig, die Gebrauchseigenschaften von nach DIN-gefertigten Uhren und die Dichtungen entsprechend zu überprüfen und ggf. zu erneuern.

Herausgegeben von der Vereinigung der Bundesverbände des Deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes.